Zum Inhalt

Archiv von Good Neighbour

Das Archiv von Good Neighbour ist eine ungefähr 200 Meter hohe schwarz-graue Pyramide mit einer Grundfläche von etwa 300 mal 300 Metern. Eine rund 400 Quadratmeter große Präsentationsanlage bewahrt Geschichte, Biologie und Forschung der ausgestorbenen Bewohner von Good Neighbour auf. Geothermische Energie sollte den Betrieb für mehrere Zehntausend Jahre sichern.

Das Übersetzungssystem kann Sachinhalte erschließen, aber keine außerirdischen Eigennamen übertragen. Zeichenfolgen wie „JXUNVGDR“ markieren daher einen nicht übersetzbaren Eigennamen und sind nicht als wörtliche menschliche Umschrift oder automatisch als Planetennamen zu behandeln.

Die Archivtechnik verwendet ein quinäres Datensystem. Eine elementare Speichereinheit besitzt fünf mögliche elektrische oder anderweitig physikalisch realisierte Zustände. Damit sind nicht fünf binäre Bits pro Einheit gemeint; die konkrete physikalische Umsetzung wird nicht beschrieben.

Bei Annäherung der Menschen aktiviert sich ein violetter, pulsierender Strahl. Er ist eine Warnung vor dem Krankheitserreger, deren ursprüngliche Ortungsreichweite und physiologische Wirkung über lange Zeit nachgelassen haben. Die Menschen verstehen sie deshalb zunächst nicht.

Jaden Reed schlägt vor, die Warnung zu erneuern und für andere Spezies verständlicher zu machen. Das Manuskript bestätigt jedoch nicht, dass die Besatzung diesen Plan vor ihrem Abflug tatsächlich umsetzt. Die bestehende Anlage darf deshalb nicht als nachweislich repariert oder verbessert beschrieben werden.

Datierungen liefern je nach Methode und Ansatz Werte von ungefähr 3.000 bis 300.000 Jahren; andere wissenschaftliche Überlegungen setzen das Aussterben möglicherweise Millionen oder sogar Milliarden Jahre zurück. Die stark abweichenden Ergebnisse gelten innerhalb der Romanwelt als wissenschaftlich vertretbare Ansätze, über die kein Konsens besteht. Das Alter des Archivs und der Zivilisation bleibt deshalb kanonisch ungeklärt.

Die für mehrere Zehntausend Jahre ausgelegte Energieversorgung beschreibt die beabsichtigte Betriebsdauer und entscheidet den Datierungsstreit nicht.

Sicherung durch die YOSHIDA

In Kapitel 9 sind zwölf Prozent des Archivinhalts zur Erde übertragen. Das Manuskript legt nicht fest, welcher Anteil bis zum Abflug der YOSHIDA schließlich übertragen oder auf andere Weise gesichert wird. Zwölf Prozent sind daher nur der letzte ausdrücklich genannte Zwischenstand, nicht der kanonische Endstand.