Hyperantrieb¶
Der Hyperantrieb ist ein terranisches Überlicht-Antriebssystem auf Grundlage des Reed-Kristalls. Wechselstrom erzeugt um den Kristall ein Feld, in dem Materie den Normalraum verlässt und in den Hyperraum übergeht. Die erste erfolgreiche Erprobung erfolgt mit einem Schiff der DIMENSION-Klasse.
Die YOSHIDA erreicht nach der Planung ungefähr das 12.500-Fache der Lichtgeschwindigkeit und legt Etappen von etwa zehn Lichtjahren in rund sieben Stunden zurück. Jahrzehnte später bewegt sich die DREAMCATCHER mit ungefähr dem 5.000-Fachen der Lichtgeschwindigkeit durch einen als fünfdimensional beschriebenen Raum.
Voraussetzung¶
Für einen kontrollierten Übergang ist eine Geschwindigkeit von mindestens exakt 50 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erforderlich. Diese harte Schwelle ist ein verbindliches Gesetz der Hyperphysik: Beim ersten Versuch wirkt der Gravitationsantrieb im Hyperraum erst genau ab 0,5 c. Unterhalb davon fällt ein Schiff unkontrolliert in den Normalraum zurück.
Risiken¶
Der fünfdimensionale Raum ist nicht homogen, sondern weist wellenartige Verwerfungen auf. Was beim Kontakt mit einer solchen Verwerfung geschieht, ist in Kapitel 1 unbekannt. Eine Fehlfunktion des Hyperantriebs gilt dort als Erklärungshypothese für das Verschwinden der MAGELLAN, nicht als gesicherte Ursache.
Karos Warnung vor einer Aktivierung nahe Istreth ist ebenfalls eine Vorsichtsmaßnahme und keine bestätigte Wechselwirkung: Das Feld reagiert bereits stark auf vierdimensionale Energie; seine Reaktion auf fünfdimensionale Energie ist zu diesem Zeitpunkt unbekannt.
Bekannter Einsatz¶
Die DIMENSION-Klasse, die YOSHIDA und die DREAMCATCHER verfügen über Hyperantriebe.
Frühe Navigation¶
Beim Zwischenhalt an Gliese 867 ist der berechnete Austrittspunkt im Inneren eines Sterns. Die YOSHIDA erscheint stattdessen in dessen Korona. Gravitation des vierdimensionalen Normalraums kann ebenso wie Magnetismus in den Hyperraum durchschlagen und den Austritt beeinflussen. Diese Kopplung ist ein verbindliches Gesetz der Hyperphysik; ihre vollständige Mechanik bleibt in YOSHIDA noch unerforscht.
Zeitreisehypothese¶
Karo erklärt in Kapitel 4, dass echte Zeitreisen über fünfdimensionale Technik theoretisch möglich sein könnten, weil der Hyperraum von der Zeit als vierter Dimension losgelöst sei. Ein Schiff nehme jedoch einen Teil des Normalraums und damit seine eigene Zeit mit und gleiche sich dadurch wieder an. Die Aussage bleibt ausdrücklich theoretisch; eine tatsächlich durchgeführte Zeitreise ist damit nicht belegt.