Istreth¶
Istreth ist ein bewohnter Planet in der habitablen Zone eines Systems mit einem Stern des Typs F. Die DREAMCATCHER entdeckt ihn in Kapitel 1; zu diesem Zeitpunkt ist er für ihre Besatzung noch unbenannt. Der Name „Istreth“ wird im Manuskript erstmals in Kapitel 7 etabliert.
Beobachtungen in Kapitel 1¶
Der Planet erscheint etwas größer als die Erde. Ein starkes elektromagnetisches Feld stört die Sensoren der DREAMCATCHER. Die scheinbaren Radiuswerte schwanken deshalb zwischen ungefähr 11.000 und 14.000 Kilometern und sind ausdrücklich keine belastbaren Angaben zum tatsächlichen Radius.
Der Planet besitzt keinen Mond. In seinem Orbit befinden sich Hunderte bronzefarbene Satelliten, die rhythmische Signale aussenden. Nathalie schließt aus deren Existenz, dass der Planet bewohnt sei. Im Kapitelindex wird diese Aussage deshalb als damalige Schlussfolgerung der Figur und nicht als bereits gesicherter Messbefund geführt.
Der Name „Istreth“ fällt während der Turmführung in Kapitel 7. Nathalie ist sich zunächst nicht vollständig sicher, worauf er sich bezieht, entscheidet aber anhand des Kontextes, damit den gesamten Planeten zu bezeichnen.
Elektromagnetisches Feld¶
Karo hält auch den normaloptisch sichtbaren, sechseckig gegliederten Abschirmeffekt für technischen Ursprungs. Eine von der DREAMCATCHER gestartete Sonde verliert beim Feldkontakt innerhalb von ungefähr 0,7 Sekunden linear ihre gespeicherte Energie. Danach expandiert das Feld und zieht sowohl die DREAMCATCHER als auch ihre Beiboote an.
Benennung und Wissensstand¶
Die aktuelle Artikelüberschrift verwendet den später kanonisch etablierten Namen. Für Ereignisse und Figurenwissen in Kapitel 1 bleibt ausdrücklich vermerkt, dass die Besatzung diesen Namen dort noch nicht kennt.
DREAMCATCHER auf dem Planeten¶
In Kapitel 2 interpretiert Nathalie ihren Zustand als Folge eines Aufpralls. Die aufrechte Lage der DREAMCATCHER und ihr geringer sichtbarer Schaden erscheinen ihr jedoch ungewöhnlich. Ein Außenblick oder eine Atmosphärenmessung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich; der tatsächliche Landeort und der genaue Ablauf sind daher im Wissensstand dieses Kapitels ungesichert.
Atmosphäre¶
Eine manuelle Analyse in Kapitel 3 ergibt ungefähr 72 Prozent Stickstoff und 26 Prozent Sauerstoff. Es werden kaum Verschmutzung, wenige Rußpartikel und keine messbaren Gifte oder Uran festgestellt. Die Strahlenbelastung beträgt an der Probenstelle 0,6 Millisievert pro Stunde. Nathalie vermutet radioaktive Schwebstoffe als Ursache; dies ist zu diesem Zeitpunkt noch keine bestätigte Analyse.
Umgebung der DREAMCATCHER¶
Das Schiff liegt am Hang eines Tafelbergs in einem ausgedehnten Wald. Die Bäume besitzen tief smaragdgrüne Blätter mit türkisen Farbtupfern und wirken aus der Entfernung zunächst fast hundert Meter hoch; der Text weist ausdrücklich darauf hin, dass dieser Eindruck täuschen kann.
Ungefähr dreißig Kilometer entfernt vermuten Nathalie und Karo zunächst Rauch. Eine umgebaute Sonde bestätigt später ein Dorf mit mittelalterlich wirkenden Gebäuden und menschlich erscheinenden Bewohnern. Die Rauchquelle und dieses Dorf sind das später besuchte Volibur.
Technologischer Widerspruch¶
Nahe dem Dorf verläuft eine Schwebebahn. Ihre bronzefarben wirkende Konstruktion steht in deutlichem Gegensatz zur sonst mittelalterlich erscheinenden Siedlung und zu den hochentwickelten Satelliten sowie dem planetaren Feld. Ob das Material tatsächlich Bronze ist, bleibt offen.
Bewohner¶
Die später als Hybriden von Istreth identifizierten Bewohner sind zweibeinig und wirken auf Nathalie und Karo zugleich menschenähnlich und fremd. Sichtbare Körperpartien tragen teilweise grüne, irisierende Schuppen. Eine biologische Untersuchung findet in Kapitel 4 nicht statt.
Beobachtete Gesellschaft¶
Das Dorf besitzt einen Marktplatz, Verkaufsstände und acht verzierte stählerne Plattformen. Kleidung und Architektur erinnern Nathalie an verschiedene Epochen und Regionen der irdischen Geschichte. Diese Ähnlichkeit führt sie zu einer Zeitreisehypothese, die im Kapitel ausdrücklich spekulativ bleibt.
Ein silbern gerüsteter Amtsträger beruft sich bei der Verurteilung von vier Gefangenen auf Cyrus, dessen „Wort“ und einen Turm. Die Gefangenen werden beschuldigt, nach einer verbotenen Vergangenheit und einem Ursprung „jenseits des Wortes“ gesucht zu haben. Vier blaue, blitz- beziehungsweise speerartig wirkende Strahlen lassen sie samt Fesseln von den Plattformen verschwinden. Ob sie getötet, transportiert oder auf andere Weise entfernt werden, ist in Kapitel 4 nicht geklärt.
Der spätere kanonische Wissensstand klärt die Vorgänge als zitharische Transporte auf Orbitalstationen. „Reinigungen“ sind keine Hinrichtungen, obwohl die körperliche Belastung des fünfdimensionalen Transports im Einzelfall tödlich sein kann.
Orte und Infrastruktur¶
Kapitel 6 etabliert Volibur als Namen des Dorfes und Gizglen als Hauptstadt. Zwischen beiden verkehrt eine elektrisch betriebene Schwebebahn. In Gizglen existiert ein umfangreiches Stromnetz für Bahn und Stationen, das jedoch nicht in die Wohnhäuser führt. Scheinbare Gaslampen der Station sind technisch keine echten Gaslampen, während die Straßenlaternen tatsächlich mit Gas arbeiten.
Über dem Turm von Gizglen ist ein großer blauer, mondähnlicher Himmelskörper sichtbar, obwohl Istreth keinen natürlichen Mond besitzt. Die Erscheinung ist eine Darstellung des ursprünglichen Mondes von Zitera, erzeugt durch das planetare elektromagnetische Feld. Das Feld stellt auch die für das Experiment relevanten Auswirkungen des Mondes nach. Natur und tatsächliche Existenz bleiben für Nathalie und Karo in Kapitel 6 noch ungeklärt.
Bevölkerung und Experiment¶
Die gesamte biologische Bevölkerung besteht aus ursprünglich auf Zitera entstandenen Hybriden der Zithari und der ausgestorbenen Istrani. Sie wurde anschließend auf Istreth angesiedelt. Der beziehungsweise die Silbernen sind keine Angehörigen dieser Hybridpopulation. Der Planet ist Schauplatz des Istreth-Experiments, das den Grund ihrer Immunität gegen einen Sterilitätseffekt klären soll. Die technische Entwicklung wird dafür künstlich begrenzt; Zweifler werden auf 48 verborgene Orbitalstationen transportiert.
Vor 304 Jahren wurde nach Aussage S'syths die damalige Bevölkerung aufgeklärt und vollständig auf Stationen umgesiedelt. Die heute verbreitete Geschichtsschreibung beginnt deshalb an dieser Grenze.
Der Turm von Gizglen dient gleichzeitig als Forschungseinrichtung für die Hybridbevölkerung, als zitharische Forschungseinrichtung und als Kontrollzentrum der planetenweiten Täuschung.